Stereoskopische Raumbilder - Tutorial: Stereo Photo Maker & 3D-Video-Hilfe
Wenn Sie sich für die faszinierende Welt der dreidimensionalen Bilder interessieren oder bereits erste Schritte in der Stereoskopie unternommen haben, werden Sie früher oder später auf den Namen Stereo Photo Maker (SPM) stoßen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Namen? Kurz gesagt: Stereo Photo Maker ist eine kostenlose und äußerst leistungsfähige Software für einen PC zur Betrachtung, Bearbeitung und Erstellung von stereoskopischen Bildern (3D-Bildern). Entwickelt vom Japaner Masuji Suto, hat sich SPM über Jahre hinweg zu einem Quasi-Standardwerkzeug für viele 3D-Fotografie-Enthusiasten und sogar professionelle Anwender entwickelt.
Seine Stärke liegt in der präzisen Ausrichtung von Bildpaaren und der Unterstützung einer großen Bandbreite an Stereo-Formaten und Betrachtungsmethoden. Obwohl es vielleicht eine kurze Einarbeitungszeit benötigt, um alle Funktionen zu verstehen, ist der Nutzen, den es für die 3D-Fotografie bietet, immens.
Wenn Sie also planen, eigene Raumbilder zu erstellen oder vorhandene 3D-Fotos zu bearbeiten, sollten Sie Stereo Photo Maker unbedingt ausprobieren. Sie finden die aktuelle Version stets zum kostenlosen Download direkt auf der offiziellen Website des Entwicklers. Falls Sie noch keine Anaglyphenbrille besitzen, können Sie diese sehr kostengünstig bei perspektrum im 3D-Shop bestellen. Dort ist eine solche Brille bereits für 0,80 € erhältlich.
Anaglyphenbrille: perspektrum 3D-Shop
1. Herunterladen: Laden Sie die neueste Version herunter. Diese wird meist als ZIP-Datei angeboten. Es gibt oft eine 32-Bit- und eine 64-Bit-Version. Die 64-Bit-Proversion (v.6.31) ist für neuere Computer in der Regel besser geeignet, die 32-Bit-Version läuft jedoch auf fast allen Systemen.
2. Entpacken (Keine Installation notwendig!): Erstellen Sie einen neuen Ordner auf Ihrem Computer (z.B. auf dem Desktop oder unter "Eigene Dateien") und benennen Sie ihn beispielsweise StereoPhotoMaker. Extrahieren (entpacken) Sie alle Dateien aus der heruntergeladenen ZIP-Datei in diesen neu erstellten Ordner. Das ist schon der gesamte "Installations"-Vorgang.
3. Starten: Öffnen Sie Ihren StereoPhotoMaker-Ordner und doppelklicken Sie auf die Datei StereoPhotoMakerPro.exe (oder eine Datei mit einem ähnlichen Namen und einem Kamera-Symbol). Das Programmfenster öffnet sich. Lassen Sie sich von der Vielzahl der Schaltflächen zunächst nicht verunsichern!
Download deutsche Version: Stereo Photo Maker (SPM)
1. Klicken Sie in der Menüleiste ganz oben auf Datei.
2. Wählen Sie im erscheinenden Menü den Punkt Linkes/Rechtes Bild öffnen....[Strg+L]
3. Ein Dialogfenster zur Dateiauswahl erscheint. Navigieren Sie zu dem Ordner, in dem Sie Ihre beiden Fotos gespeichert haben. Wählen Sie zuerst das Bild für das LINKE Auge (z.B. Mäuse_I.jpg) aus und klicken Sie auf "Öffnen".
4. Direkt im Anschluss öffnet sich ein weiteres Mal das Dateiauswahlfenster. Wählen Sie jetzt das Bild für das RECHTE Auge (z.B. Mäuse_r.jpg) aus und klicken Sie erneut auf "Öffnen".
5. Im Hauptfenster von SPM sehen Sie nun beide Bilder nebeneinander angezeigt. Links sollte sich das linke Bild befinden, rechts das rechte. Hilfe, die Bilder sind vertauscht! Kein Problem. Gehen Sie im Menü auf Ansicht -> Vertausche Links/Rechts. Alternativ können Sie auch die Tastenkombination X drücken. Daraufhin wechseln die Bilder die Plätze.
Dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, um einen angenehmen 3D-Eindruck ohne Augenanstrengung zu erzielen. Wir sorgen dafür, dass die beiden Bilder perfekt übereinanderpassen.
- 1. Der schnelle Einstieg: Bildjustage
- > Gehen Sie im Menü auf Justage.
- > Klicken Sie auf Automatische Bildjustage. Sie können stattdessen auch einfach die Tastenkombination Alt+A auf Ihrer Tastatur drücken.
- > Im nächsten Schritt erscheint eine kurze Abfrage: "Sollen die vorhandenen Reportdateien verwendet werden?". Bestätigen Sie hier einfach mit "Ja" oder "Nein", um fortzufahren. Die Abfrage gibt Ihnen die Möglichkeit, eine früher gespeicherte Bildausrichtung wiederzuverwenden ("Ja") oder den Ausrichtungsprozess neu zu starten ("Nein").
- > Anschließend startet die SPM-Funktion (Automatische Bildjustage). Diese analysiert für einen Moment Ihre Aufnahmen und versucht, sie vollautomatisch korrekt zu positionieren. Die Autojustage kann den Abgleich Ihrer Bilder in vielen Situationen erheblich vereinfachen und beschleunigen. Besonders wertvoll ist diese Automatik bei Aufnahmen, die mittels der Verschiebetechnik erstellt wurden. Bei dieser Technik sind leichte Verdrehungen zwischen den einzelnen Bildern kaum zu vermeiden. Die SPM-Funktion ist genau darauf ausgelegt, diese Abweichungen intelligent zu korrigieren und liefert dabei oft schon auf Anhieb sehr gute Ergebnisse für eine nahtlose Darstellung.
- > Nach der erfolgreichen Automatischen Bildjustage erscheinen die Autojustagewerte: Es handelt sich um die berechneten numerischen Werte (Parameter für Verschiebung, Drehung etc.), die definieren, wie das linke und rechte Bild für eine optimale stereoskopische Darstellung zueinander positioniert werden.
- 2. Feinschliff mit Brille: Manuelle Kontrolle und Justierung
- > Setzen Sie jetzt bitte Ihre Anaglyphenbrille auf! Achten Sie auf die korrekte Ausrichtung: Rotes Glas vor dem linken Auge, cyanfarbenes (blaues) Glas vor dem rechten Auge.
- > Wechseln Sie zur Anaglyphen-Vorschau: Gehen Sie im Menü auf Stereo -> Farb-Anaglyphen -> Anaglyphen Dubois. Der Modus "Dubois" ist oft eine gute Wahl für natürliche Farben. Das Bild im Hauptfenster von SPM verwandelt sich nun in ein rot-cyan-farbenes Mischbild.
- > Übrigens, ein kleiner Tipp: Alternativ drücken Sie einfach mal die Tasten (Strg+) F7. Dabei erscheint ein kleines Fenster mit den Ana-LUX 3D Einstellungen. Wenn Sie damit Ihre Anaglyphenbilder optimieren möchten, könnten die Ana-LUX 3D-Einstellungen einen Versuch wert sein. Es ist möglich, dass Sie damit gute Erfahrungen machen und Ergebnisse erzielen, die oft als ebenbürtig oder sogar besser als mit den Dubois-Einstellungen wahrgenommen werden.
- > Ana-LUX ist eine spezielle, oft als farboptimiert beworbene Variante des Anaglyphenverfahrens (rot/cyan ist die bekannteste, aber es gibt viele andere Farbfilterkombinationen). Ana-LUX verwendet typischerweise andere Filterfarben (oft im Bereich Bernstein/Blau oder Gelb/Blau), um zu versuchen, eine bessere Farbdarstellung und weniger Geisterbilder (Ghosting) als bei herkömmlichen Rot/Cyan-Anaglyphen zu erzielen. Für die Erstellung und Betrachtung von Standard-Anaglyphenbildern, wie Sie sie mit Stereo Photo Maker im Rot/Cyan-Verfahren erstellen (wie bisher in unserem Tutorial beschrieben), benötigen Sie eigentlich keine spezielle "Ana-LUX"-Brille.
- > Prüfen Sie die Höhe (Vertikale Ausrichtung): Betrachten Sie das Bild aufmerksam durch die Brille. Sehen Sie bei Kanten oder Objekten störende rote und blaue "Geisterbilder" oder "Schatten", die deutlich übereinander versetzt sind? Das Ziel ist, diese vertikalen Abweichungen zu eliminieren.
- + Korrektur: Benutzen Sie die Pfeiltasten Hoch (↑) und Runter (↓) auf Ihrer Tastatur. Diese Tasten verschieben das rechte (im Anaglyphenbild eher cyan/bläulich erscheinende) Bild vertikal. Tippen Sie die Tasten vorsichtig an, bis rote und cyan/blaue Konturen auf der gleichen Höhe liegen. Das Bild sollte dadurch sofort ruhiger und schärfer wirken.
- + Tipp für mehr Präzision: Halten Sie die Shift-Taste (Umschalttaste) gedrückt, während Sie die Pfeiltasten ↑/↓ betätigen, um noch feinere Justierschritte durchzuführen.
- > Prüfen Sie die Tiefe (Horizontale Ausrichtung / Einstellung des Stereo-Fensters): Nun geht es um die Justierung der Tiefenwirkung und die Platzierung des sogenannten "Stereo-Fensters" (der gefühlten Bildebene).
- + Korrektur: Verwenden Sie die Pfeiltasten Links (←) und Rechts (→) auf Ihrer Tastatur. Diese verschieben das rechte cyan/blaue Bild seitlich gegenüber dem linken roten Bild.
- + Ziel: Verschieben Sie die Bilder horizontal so zueinander, dass das Objekt im Bild, welches Ihnen am nächsten erscheinen soll, durch die Brille betrachtet fast perfekt deckungsgleich ist (also kaum eine sichtbare rote und cyan/blaue Trennung aufweist). Eine minimale Trennung ist oft angenehm, wobei die rote Kontur rechts von der cyan/blauen liegen sollte – dies platziert das Objekt geringfügig hinter der Bildschirmebene. Objekte, die weiter entfernt im Raum liegen, dürfen und sollen eine stärkere rot oder cyan/blaue Trennung aufweisen – genau das erzeugt ja den räumlichen Eindruck!
Wenn Sie mit Stereo Photo Maker (SPM) Ihre ersten oder auch fortgeschrittene 3D-Raumbilder erstellen, sei es als Anaglyphe (Rot/Cyan) oder für andere Betrachtungsmethoden wie den Kreuz- oder Parallelblick, stoßen Sie unweigerlich auf einen entscheidenden Aspekt für ein angenehmes Seherlebnis: die korrekte Handhabung des sogenannten Stereo-Fensters. Eine fehlerhafte Einstellung kann hier zu einem unangenehmen Effekt führen, der als Scheinfensterkonflikt oder Stereo-Fenster-Verletzung bekannt ist. Doch was genau verbirgt sich dahinter und wie können Sie diesen Konflikt vermeiden?
Was ist das "Stereo-Fenster"?
Um das Konzept des Stereo-Fensters zu verstehen, hilft vielleicht ein Vergleich mit einer alltäglichen Situation: Stellen Sie sich vor, Sie blicken durch ein reales Schaufenster .Dessen physischer Rahmen begrenzt Ihr Sichtfeld, und die Waren, die sich hinter dem Glas befinden, können natürlich vom Rahmen teilweise verdeckt werden.
Genauso übernehmen in der Welt der 3D-Bilder die Ränder Ihres Bildes (oder die Kanten des Bildschirms) die Funktion dieses Fensterrahmens. Ihr Gehirn interpretiert diese Begrenzung instinktiv als das sprichwörtliche "Fenster", durch das Sie in die dargestellte dreidimensionale Szene blicken. Diesen wahrgenommenen Rahmen im 3D-Bild nennt man das Stereo-Fenster oder eben Scheinfenster.
- 1. Tiefeninformation (durch die Parallaxe): Signalisiert dem Gehirn: "Dieses Objekt ist näher bei Ihnen als der Bildrand (das Stereo-Fenster)."
- 2. Verdeckungsinformation (durch das Abschneiden am Rand): Signalisiert dem Gehirn: "Der Bildrand verdeckt einen Teil des Objekts, also muss sich das Objekt hinter dem Bildrand befinden."
Diese paradoxe Situation – ein Objekt kann nicht gleichzeitig vor einem Fenster schweben und von dessen Rahmen verdeckt werden – kann das Gehirn nicht logisch auflösen.
Die Folgen des Konflikts:
Dieser Widerspruch führt zu einer Reihe von unerwünschten Effekten, die das Betrachten des 3D-Bildes unangenehm machen:
- + Visueller Stress und Augenbelastung: Das Gehirn kämpft damit, die widersprüchlichen Informationen zu interpretieren.
- + Instabile 3D-Wahrnehmung: Der räumliche Eindruck kann "flackern", unruhig wirken oder sogar ganz zusammenbrechen.
- + Unangenehmes Gefühl: Es wirkt schlichtweg "falsch" und stört den Genuss des Bildes.
- + Sichtbare Artefakte: Besonders bei Anaglyphenbildern können unschöne, isolierte rote Streifen am linken Rand oder cyanfarbene/blaue Streifen am rechten Rand auftreten, wo Objekte "vorne" abgeschnitten werden.
So vermeiden Sie den Scheinfensterkonflikt in Stereo Photo Maker:
Glücklicherweise lässt sich dieser Konflikt bei sorgfältiger Bearbeitung meist vermeiden. Die Grundregel lautet: Stellen Sie sicher, dass kein Objekt, welches deutlich vor der Ebene des Stereo-Fensters positioniert ist, von den Bildrändern angeschnitten wird.
Hier sind konkrete Tipps für die Justage in SPM:
- 1. Beobachten Sie die Ränder: Achten Sie während der horizontalen Justierung (mit den Pfeiltasten ← →) besonders auf die Objekte, die sich nahe an den Bildrändern befinden.
- 2. Definieren Sie den Nullpunkt: Verschieben Sie die Bilder horizontal so, dass das Objekt im Bild, welches Ihnen am nächsten erscheinen soll, entweder genau auf der Ebene des Stereo-Fensters liegt (bei Anaglyphen: kaum sichtbare Rot/Cyan-Trennung an diesem Objekt) oder leicht dahinter (bei Anaglyphen: eine geringe Trennung, bei der die rote Kontur rechts von der blauen liegt).
- 3. Vorsicht bei starkem Pop-Out: Wenn Sie möchten, dass ein Objekt, wie z.B. ein Ast, eine Stange oder eine Person mit ausgestrecktem Arm, deutlich aus dem Bild herausragt (starke negative Parallaxe), stellen Sie absolut sicher, dass dieses Objekt vollständig innerhalb des Bildrahmens zu sehen ist und die Ränder nicht berührt.
- 4. Im Zweifelsfall konservativ: Es ist fast immer angenehmer für den Betrachter, wenn die gesamte Szene hinter dem Stereo-Fenster beginnt. Das bedeutet, dass alle Objekte im Bild eine gewisse positive Parallaxe aufweisen (bei Anaglyphen überall eine Rot/Cyan-Trennung mit Rot rechts von Cyan). Dies vermeidet das Risiko eines Fensterkonflikts sicher.
- 5. Nutzen Sie die Beschneide-Funktion: Manchmal ist ein Konflikt in der ursprünglichen Aufnahme unvermeidbar oder entsteht erst durch die nötige Ausrichtung (z.B. Drehung). Nachdem Sie die Bilder bestmöglich justiert haben, verwenden Sie die Funktion Bearbeiten → Kanten automatisch beschneiden oder das manuelle Zuschneiden-Werkzeug, um problematische Randbereiche zu entfernen, in denen der Konflikt auftreten würde.
Zusammenfassung: Indem Sie auf das Stereo-Fenster achten und Scheinfensterkonflikte bewusst vermeiden, schaffen Sie 3D-Bilder, die nicht nur technisch korrekt sind, sondern auch ein visuell angenehmes, überzeugendes und entspanntes Eintauchen in die räumliche Tiefe ermöglichen. Es ist ein kleiner, aber entscheidender Schritt auf dem Weg zur perfekten 3D-Wirkung.
Sie haben Ihr linkes und rechtes Quellbild in Stereo Photo Maker geladen, sorgfältig ausgerichtet und die Tiefenwirkung justiert. In der Vorschau sehen Sie bereits Ihr fertiges Anaglyphenbild, das mit einer Rot/Cyan-Brille seine räumliche Wirkung entfaltet. Nun ist es an der Zeit, dieses Ergebnis als eigenständige Bilddatei zu sichern, damit Sie es jederzeit betrachten, teilen oder weiterverwenden können. Der Speichervorgang in SPM ist unkompliziert, erfordert jedoch ein paar wichtige Einstellungen, die wir Ihnen hier genau erläutern. So speichern Sie Ihr Anaglyphenbild:
- 1. Speicherdialog öffnen:
- > Klicken Sie in der Menüleiste oben auf Datei.
- > Wählen Sie im Dropdown-Menü den Punkt Stereo-Bild speichern...
- > Alternativ können Sie auch die weit verbreitete Tastenkombination Strg+S verwenden.
- 2. Das Fenster "Stereo speichern unter": Die wichtigen Einstellungen
- > Dateiname: Vergeben Sie im entsprechenden Feld einen aussagekräftigen Namen für Ihre Datei, z.B. Mäuse-Anaglyphe.jpg.
- > Dateityp auswählen: Hier legen Sie das grundlegende Format Ihrer Bilddatei fest. SPM bietet Ihnen unter anderem folgende Möglichkei:JPG (JPEG) - BMP (Bitmap) - JPS (Stereo JPEG) - STJ (StereoMaker File) - PNG - TIFF - GIF
- > JPG (JPEG): Das wohl am häufigsten verwendete Format für Fotos. Es komprimiert die Bilddaten, um die Dateigröße zu reduzieren, was zu einem leichten Qualitätsverlust führen kann (je nach Einstellung). Ideal für die Anzeige am Bildschirm, im Web oder zum Versenden.
- > BMP (Bitmap): Ein unkomprimiertes Format. Es speichert alle Bildinformationen verlustfrei, erzeugt dadurch aber sehr große Dateien. Sinnvoll, wenn maximale Qualität erforderlich ist und die Dateigröße keine Rolle spielt
- > JPS (Stereo JPEG): Ein spezielles Stereoformat, das üblicherweise ein linkes und rechtes Bild nebeneinander (Side-by-Side) in einer einzigen JPG-Datei speichert. Hinweis: Da Sie hier ein bereits kombiniertes Anaglyphenbild speichern möchten, ist dieses Format weniger relevant für das Endprodukt, das direkt mit einer Rot/Cyan-Brille betrachtet werden soll.
- > STJ (StereoMaker File): Ein proprietäres Format von Stereo Photo Maker, das ebenfalls Stereo-Informationen speichert. Ähnlich wie bei JPS ist es für das reine Speichern eines fertigen Anaglyphenbildes meist nicht die erste Wahl.
- > Empfehlung für Anaglyphen: Für das fertige Anaglyphenbild ist in den meisten Fällen JPG eine gute und platzsparende Wahl.
- > Stereoformat festlegen (ENTSCHEIDEND!): Direkt unter oder neben der Auswahl des Dateityps befindet sich die wichtigste Einstellung für unser Vorhaben: die Auswahlliste für das Stereoformat. Damit SPM weiß, dass Sie das aktuell angezeigte Rot/Cyan-Mischbild speichern möchten, müssen Sie hier unbedingt Farb Anaglyph (oder eine englische Entsprechung wie Color Anaglyph) auswählen. Nur mit dieser Einstellung wird das fertige 3D-Bild für die Betrachtung mit der Brille korrekt gespeichert!
- > Bildqualität / Kompression (bei JPG): Haben Sie JPG als Dateityp gewählt (bei BMP entfällt dieser Punkt, da es unkomprimiert ist), können Sie die Bildqualität und damit den Grad der Kompression bestimmen. Dies geschieht meist über einen Schieberegler oder ein Eingabefeld, das Werte zwischen 1 (geringste Qualität, höchste Kompression, kleinste Datei) und 99 (höchste Qualität, geringste Kompression, größte Datei) erlaubt. Der Standardwert ist oft 70 , was einen Kompromiss darstellt. Praktisch: Ein Vorschaubild im Dialogfenster zeigt Ihnen direkt annähernd das zu erwartende Ergebnis der gewählten Kompressionsstufe an. So können Sie den besten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße finden (Werte um 90-95 sind oft empfehlenswert).
- > Informationen zu Größe und Dateigröße: Das Dialogfenster informiert Sie außerdem über die Bildgröße (Breite und Höhe in Pixeln) Ihres zu speichernden Bildes. Es wird auch eine Schätzung der resultierenden Dateigröße (in Bytes) angezeigt, die sich aus Ihren Einstellungen (Format, Qualität) ergibt. Um die genaue Dateigröße vor dem Speichern zu berechnen, können Sie auf die Schaltfläche [genaue Größe] (oder ähnlich benannt) klicken.
- > Vorschaubild hinzufügen (Optional): Sie haben die Möglichkeit, ein kleines Vorschaubild (Thumbnail) direkt in die Bilddatei einzubetten. Dies kann die Anzeige in manchen Dateimanagern oder Bildverwaltungsprogrammen verbessern. Aktivieren Sie hierfür die Option (Kontrollkästchen) Vorschaubild hinzufügen, falls gewünscht.
- 3. Speichern abschließen:
- > Überprüfen Sie noch einmal alle Einstellungen, insbesondere das gewählte Stereoformat (Farb Anaglyph), den Dateityp und die Qualitätseinstellung.
- > Wenn alles korrekt ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern.
- Herzlichen Glückwunsch!
- Sie haben es geschafft! Sie haben erfolgreich Ihr erstes eigenes Anaglyphen-3D-Bild mit Stereo Photo Maker erstellt. Öffnen Sie nun die gerade gespeicherte Bilddatei (z.B.Mäuse-Anaglyphe.jpg) mit einem beliebigen Bildbetrachtungsprogramm auf Ihrem Computer. Setzen Sie Ihre Rot/Cyan-Brille auf und bestaunen Sie die räumliche Tiefe in Ihrem selbst erstellten Foto! Mit etwas Übung in der Zukunft werden Ihnen diese Schritte bald noch leichter von der Hand gehen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim weiteren Experimentieren und Entdecken der faszinierenden Welt der 3D-Fotografie!
Sie haben die Anleitungen befolgt und Ihre (wahrscheinlich :-) erste eigene Anaglyphe mit Stereo Photo Maker nicht nur erstellt, sondern auch erfolgreich gespeichert. Das ist ein großartiger erster Schritt in die faszinierende Welt der dreidimensionalen Bilder! Um das Gelernte zu festigen, die einzelnen Handgriffe visuell zu veranschaulichen und vielleicht noch offene Fragen zu klären, möchten wir Ihnen hier zusätzlich dieses ausführliche Video-Tutorial ans Herz legen. In diesem 3D-Video-Tutorial sehen Sie noch einmal klar und verständlich, Schritt für Schritt, wie Sie mit der vielseitigen und kostenlosen Software "Stereo Photo Maker" überzeugende dreidimensionale Bilder im klassischen Anaglyphen-Format erstellen können. Es deckt die wesentlichen Grundlagen ab, darunter:
- 1. Das korrekte Zusammenfügen von linkem und rechtem Bild.
- 2. Die unverzichtbare Korrektur von Höhenfehlern für ein angenehmes und korrektes 3D-Erlebnis.
- 3. Die Möglichkeit zur Begradigung stürzender Linien, um die Perspektive zu optimieren.
- 4. Die finale Erstellung und Speicherung des fertigen Anaglyphen-3D-Bildes.
Dieses hilfreiche Tutorial wurde freundlicherweise von "machzwei" erstellt, einem engagierten Mitglied aus der Sektion "Stereoskopische Raumbilder" der fotocommunity. Sie finden ihn außerdem auf YouTube unter seinem Kanalnamen "2xklick", wo er regelmäßig mit seinen qualitativ hochwertigen und sehr sehenswerten 3D 4K Diaschauen begeistert.
Stereo Photo Maker (SPM) ist, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, ein unglaublich vielseitiges und leistungsstarkes Werkzeug für nahezu alle Aspekte der 3D-Bildbearbeitung. Auch wenn viele grundlegende Schritte, wie die Erstellung einfacher Anaglyphen, recht intuitiv sind, bietet SPM eine enorme Tiefe an Optionen und spezialisierten Einstellungsmöglichkeiten, die sich nicht immer sofort von selbst erschließen. Für alle, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, spezifische Fragen zu bestimmten Funktionen haben oder einfach nur das gesamte Potenzial der Software ausschöpfen wollen, gibt es eine umfassende Hilfedokumentation.
> Online-Hilfe und Download: Sie können die Hilfe für schnelle Nachschlageaktionen direkt hier online nutzen. Als besonders praktische Alternative steht die gesamte Hilfe auch zum Download bereit – verpackt in einer ZIP-Datei, die die CHM-Hilfedatei (Compiled HTML Help) enthält. Für die Nutzung dieser heruntergeladenen Hilfe ist keine Installation erforderlich.







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